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Was wir für unsere Gesundheit selbst tun können

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Spannung und Entspannung

Gerade in diesen Tagen ist es unerlässlich, Verantwortung für sich selbst und für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Die Meldungen, die täglich auf uns einprasseln, können psychischen Stress und Angst erzeugen. Ob es nun Angst vor Viren oder Angst davor ist, was politisch und gesellschaftlich geschieht – der Sympathikus wird aktiv. Dies geschieht unwillkürlich. Dafür kann es reichen, wenn ein Unbehagen wahrgenommen wird. Der Körper bereitet sich auf Kampf oder Flucht vor. Dauert dieser Zustand an, laufen wir Gefahr, in einer Spirale gefangen zu sein. Wir kommen nicht mehr in die Entspannung, was sich äußerst negativ auf unsere Gesundheit auswirken kann. Und nun die gute Nachricht: Wir können aktiv gegensteuern. Wir selbst. JEDE(R)! Machen wir uns nicht abhängig vom Handeln anderer sondern gehen in die SELBSTverantwortung.

Parasympathikus und Sympathikus

So nennt man die zwei Antagonisten, welche zum autonomen Nervensystem gehören. Sie sind auf neuronaler Ebene beteiligt an inneren Abläufen im Körper, haben Auswirkung auf Organe, Hormongeschehen oder Vitalfunktionen.

Der Selbstheilungsnerv (Vagus-Nerv)

Nach der Polyvagaltheorie (entwickelt von Prof. Dr. Stephen Porges) kommt auch dem Vagus-Nerv, der zum parasympathischen System gehört, eine bedeutende Rolle zu. Vom Hirnstamm entspringend verläuft er über den Hals entlang und zieht sich durch den Oberkörper – verästelt bis in viele Organe. Im Grunde genommen handelt es sich um zwei Nervengeflechte, man spricht hier vom ventralen (vorderen) und dorsalen (hinteren) Vagus. Der Vagus-Nerv als größter Nerv des parasympathischen Systems ist mit zuständig für Atmung, Stimmlage oder Mimik. Auch das Verdauungsgeschehen regelt er. Er übermittelt den verbundenen Organen auf direktem Wege vom Gehirn aus, ob etwas zu veranlassen ist. Der Nerv agiert jedoch nicht als Einbahnstraße sondern transportiert genauso Informationen von den Organen zum Gehirn. Das Gehirn ist besonders geschützt durch die Blut-Hirn-Schranke und umhüllt von der Gehirnhaut. So ist es auf externe Informationen von den „Kollegen“ aus anderen Gegenden des Körpers angewiesen, um sich ein Bild von unserem Zustand machen und den Organen entsprechende Weisungen geben zu können. Auch in der Traumatherapie macht man sich dieses Wissen zu nutze.

Der Wohlfühlmodus

Fühlen wir uns sicher, sind wir entspannt. Wir lassen uns auf andere Menschen ein und können zum Beispiel Zufriedenheit oder Freude erleben. Dies ist auch der Zustand, in dem wir uns weitestgehend befinden sollten.

Der Kampf- bzw. Fluchtmodus

Dieser optimale Zustand ändert sich, wenn durch äußere Wahrnehmungen der Sympathikus aktiviert wird. Wir sind unter Stress, atmen flach. Der Blutdruck steigt. Dieser Zustand dürfte sich in den letzten Monaten für viele Menschen vermehrt eingestellt haben. Gewinnt der Sympathikus die Oberhand, wird der Parasympathikus automatisch ausgeschaltet.

Wieder in die Ruhe kommen und auf Wohlfühlmodus schalten

Wenn der Alarmzustand nicht nur von kurzer Zeit ist und chronisch wird, können wir durch bestimmte Übungen den Vagus-Nerv beeinflussen und ihn in die Ruhe bringen. Der Sympathikus zieht sich zurück und der Parasympathikus übernimmt die Steuerung des Systems. Das wird runter gefahren, wir entspannen. Der Alarmzustand ist beendet.

Die nachfolgende Übung (Dauer ca. 2 Minuten) hat der Körpertherapeut Stanley Rosenberg (Der Selbstheilungsnerv: So bringt der Vagus-Nerv Psyche und Körper ins Gleichgewicht) entwickelt:

Wer mag, kann die Übung im Liegen ausführen. Ist man routiniert, geht es auch im Sitzen oder Stehen.

  1. Bequem auf den Rücken legen.
  2. Hände unter den Hinterkopf legen, der Kopf sollte auf den verschränkten Fingern bequem ruhen.
  3. Mit den Augen nun so weit wie möglich nach rechts blicken. Den Blick halten.
  4. Wenn sich das Nervensystem entspannt, stellt sich ein Gähnen oder Seufzen ein. Es kann auch ein Schlucken oder tiefes Luftholen sein. Dies kann 30 Sekunden oder manchmal auch bis zu 60 Sekunden dauern.
  5. Danach die Augen wieder mittig ausrichten.
  6. Nun werden die Augen nach links gerichtet, bis sich der gleiche Effekt der Entspannung einstellt.
  7. Langsam aufrichten und den Empfindungen nachspüren.

Atmung

Die nächste Übung kann man zu jeder Zeit in den Alltag einbauen, gerade auch, wenn man scih sehr gestresst fühlt und alles zu viel wird.
Langsam, bewusst und tief in den Bauch atmen und auch lange wieder ausatmen. Wahrnehmen was ist. Die tiefe Atmung einige Male wiederholen.

Atmen und Summen / Tönen

Diese Übung ist etwas für Zuhause oder für Momente, in denen man ungestört ist.
Durch tiefes Atmen und Summen oder Tönen (Mhhhhh, Ommmm, Wuuuuuu…) werden die Kehlkopfmuskeln und die Stimmbänder aktiviert. Durch das Schwingen und Vibrieren wird auch der Selbstheilungsnerv stimuliert und entspannt.

Entspannt der Vagus-Nerv, entspannt unser Körper und unser Geist. In der Ruhe ist es möglich, physische und psychische Kraft zu sammeln. Anstatt wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend zu rennen, können wir auf rationaler Ebene bewusste Entscheidungen treffen und daraus lernen. Unabdingbar, wenn wir uns selbst weiterentwickeln und unserer Gesundheit Gutes tun wollen.

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